Aktuelle Infos

Den guten Ton besichtigt
Präsidentin und Vizepräsidentin der SGD- Nord besichtigen Tonindustrie
Pressemitteilung / 18. Juni 2009

Auf Einladung der Firma Goerg & Schneider GmbH & Co. KG besichtigten die Präsidentin der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD Nord) Dagmar Barzen, sowie Vizepräsidentin Monika Becker die Westerwälder Tonindustrie.



V.l.n.r. Bild links: Dagmar Barzen, Monika Becker, Hartmut Goerg im Tontagebau; Bild rechts: Dr. Matthias Schlotmann, Monika Becker, Dagmar Berzen und Hartmut Goerg vor dem Schamotteofen.


Die Besichtigung fand auf dem Betriebsgelände der Firma Goerg und Schneider in Boden statt und wurde von dem geschäftsführenden Gesellschafter Dipl.-Wirt. Ing. Hartmut Goerg durchgeführt. Vor Ort wurden der Abbau des hochwertigen Rohstoffs Ton und die Weiterverarbeitung zu keramischen Massen und Schamotten gezeigt. Die Firma betreibt in Boden auch ein Labor, in dem Forschung und Entwicklung zusammengeführt werden.

„Der Westerwald verfügt über außergewöhnliche, standortgebundene Spezialtone. Die daraus hergestellten, aufbereiteten Rohstoffprodukte genießen einen hohen Stellenwert in der in- und ausländischen keramischen und nicht keramischen Industrie", so Hartmut Goerg. Dr. Matthias Schlotmann, Geschäftsführer des Bundesverbandes Keramische Rohstoffe betonte, dass die Tonindustrie nach wie vor ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber in der Region ist.

Die ehemaligen und bestehenden Abbauflächen spielen aber auch für den Natur- und und die Landesplanung eine wichtige Rolle. Dagmar Barzen: „Industrielle Abbauflächen sind ein wichtiger Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten. Deren Schutz ist Aufgabe meiner Behörde als obere Naturschutzbehörde. Die ordnungsgemäße Rekultivierung dieser Flächen ist deshalb auch ein ganz wichtiges Anliegen meiner Behörde. Hier stehen wir der Firma Goerg & Schneider wie allen anderen Unternehmen für fachliche Beratung gerne zur Verfügung. Daneben begleitet meine Behörde als obere Landesplanungsbehörde die Betriebe im Rahmen notwendiger Flächensicherung.“

Das Unternehmen GOERG & SCHNEIDER mit Sitz in Siershahn, Westerwald, wurde 1924 gegründet und wird auch heute noch als Familienunternehmen im Besitz der Familie Goerg in der dritten Generation durch Herrn Dipl. Wirtsch. Ing. Hartmut Goerg und seine Frau Dipl. Betriebswirtin Martina Goerg geführt. Das Unternehmen gewinnt schwerpunktmäßig im Westerwald in mehreren Tagebauen den Rohstoff Ton und stellt daraus aufbereitete Rohstoffprodukte her.
Dazu zählen Rohtonmischungen und Mahlschamotten für die Verwendung in der Bau- und Sanitärkeramik, sowie der Feuerfestindustrie und verarbeitungsfertige keramische Massen für die Steingut- und Steinzeugkeramik, sowie für den Töpfer- und Bastelbedarf.

Das Unternehmen exportiert die Hälfte seiner Rohstoffprodukte überwiegend in das europäische Ausland und ist dort durch Interessenvertretungen repräsentiert.
Die Gewinnung und Aufbereitung des Rohstoffes Ton haben zahlreiche Berührungen mit der Umwelt und der Natur. GOERG & SCHNEIDER ist sich dieser Bedeutung und Verantwortung bewusst. Genehmigungsrechtliche Auflagen und entsprechende technische Maßnahmen begünstigen schonende und umweltverträgliche Einflüsse.

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Großer Erfolg für den BKR und seine Mitglieder
Europäischer Rohstofftag 2009
Pressemitteilung / 2. Juni 2009

Auch 2009 nahmen auf Initiative der europäischen Rohstoffindustrie wieder Hersteller aus ganz Europa, sowie 5 außereuropäischen Ländern, am Europäischen Rohstofftag, der vom 15.- 17. Mai stattfand, teil.



Aus den Reihen des Bundesverband Keramische Rohstoffe e.V. (BKR) beteiligten sich folgende Firmen mit verschiedenen Veranstaltungen: Die Firma Goerg & Schneider GmbH & Co. KG aus Siershahn (Westerwald, Rheinland-Pfalz) beteiligte sich am Rohstofftag mit einem Schulprojekt zusammen mit der Bergartener Schule Siershahn. Unter fachmännischer Anleitung bepflanzten Schüler der 8. Klasse einen 30 Meter langen Lärm- und Sichtwall mit ausgewählten Wildgehölzen.
Dies gehört zur Rekultivierungsmaßnahme der Grube "Gute Hoffnung" des Unternehmens Goerg & Schneider. Die Schüler waren mit großem Eifer dabei und auch Schulleiter Oskar Rhensius lobt die praktische Erfahrung, da sich praktisch erworbenes Wissen stärker in den Köpfen der Jugendlichen verfestigt. Durch ihre Arbeit lernten die Schüler auch, dass Rohstoffabbau und Naturschutz in Einklang zu bringen sind.
Die Schüler haben sich vorab im Unterricht mit dem Tonabbau im Westerwald beschäftigt und wissen nun aus eigener Erfahrung, was mit Rekultivierung gemeint ist.



In der Firma Aloys Josef Müller GmbH & Co. in Siershahn erklärte man in der Grube „Richard“ bei Wallmerod 30 Kindern der 4. Klasse der Grundschule die Entstehung des Westerwälder Tons durch Verwitterung von Schiefer vor 30 bis 40 Millionen Jahren. Viel Spaß brachte den Kindern am Ende der Veranstaltung, das Einsammeln des Tons, den sie mit nach Hause nehmen durften. Viele der Kinder waren vom Tonbergbau derart begeistert, dass sie am Nachmittag zusammen mit ihren Eltern erneut den Tagebau besuchten.



Auch die Betriebsbesichtigung mit dem Gemeinderat und der Presse bei der Firma Adolf Gottfried Tonwerke GmbH in Großbeirat bei Coburg war ein voller Erfolg. Der Bürgermeister und der Gemeinderat informierten sich im Rahmen des öffentlichen Teils der Gemeinderatsitzung über die Tonwerke als wichtigen Wirtschaftsfaktor der Gemeinde.

Die Firma Sibelco Deutschland GmbH in Ransbach-Baumbach bot in ihrer Grube Petschmorgen in Moschheim eine Besichtigung dieser größten Tonabbaufläche im Westerwald an. Unter anderem führten sie ein Bohrgerät in Aktion vor. Frank Schäfer ließ es sich als Geschäftsführer nicht nehmen, einige Führungen persönlich durchzuführen und dabei die Bedeutung des Rohstoffes Ton - auch für die Zukunft - noch einmal zu unterstreichen.



Das Unternehmen Stephan Schmidt KG aus Dornburg hatte die Klassen 9 der Westerwaldschule Mengerskirchen zu Besuch. Die Schüler erlebten eine Führung durch die Grube und die Aufbereitungsanlage des Unternehmens. Durchgeführt wurde die Veranstaltung von Herr Dipl. Ing. Feddern in dem Werk des Unternehmens in Maienburg. Die Stephan- Schmidt Meissen GmbH veranstaltete im Rahmen des Rohstofftages einen „Tag der offenen Tür“ in Wiesa-Kamenz.

Unter dem Motto „Theorie & Praxis mit dem Werkstoff Ton“ fand der Rohstofftag in Herschbach bei der Firma Arno Witgert statt. Die 8. Klassen der Regionalschule in Salz bekamen im Rahmen dessen Fragen über die Bedeutung und Verwendung von Ton beantwortet. Des Weiteren konnten sich die Schüler über verschiedene Berufe, die mit dem Rohstoff Ton zusammenhängen, informieren.

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Umweltministerin Conrad: „Artenschutz ist auch dort möglich, wo gearbeitet wird“
Neue Vereinbarung mit BKR unterzeichnet
Pressemitteilung / 29. Mai 2009

Artenschutz – Die Zusammenarbeit ist so erfolgreich, dass sie fortgesetzt und erweitert wird: Im September 2005 schloss das Umweltministerium die 1. Rahmenvereinbarung über den Schutz von Arten der Flora-Fauna-Habitat (FFH)-Richtlinie beim Abbau keramischer Rohstoffe mit dem Bundesverband Keramische Rohstoffe e.V. Jetzt folgt eine 2. Rahmenvereinbarung, die weitere in Europa geschützte Arten einbezieht. Ausdrückliches Ziel ist weiterhin, die bestehenden europäischen Vorgaben einzuhalten bei gleichzeitiger Rechts- und Planungssicherheit für die Unternehmen.



„Viele Tier- und Pflanzenarten gedeihen dort am besten, wo der Mensch tätig ist. Das hat sich auch beim Rohstoffabbau gezeigt. In diesem wichtigen Industriezweig entstehen Lebensräume für besonders geschützte Arten wie zum Beispiel die Gelbbauchunke“, stellte Umweltministerin Conrad anlässlich der Unterzeichnung bei der Firma Stephan Schmidt KG in Girod fest. „Lösungen für ein gedeihliches Miteinander – der Tonindustrie zum einen und der Sicherung der Artenvielfalt zum anderen – mussten gefunden werden. Mit der Vereinbarung ist dies gelungen. “ Sie dankte den Unternehmen, die diese Initiative unterstützen und zeigten: „Artenschutz ist auch dort möglich, wo gearbeitet wird.“ „Deutschland ist ein rohstoffreiches Land und gerade in Rheinland-Pfalz besitzen wir sehr hochwertige keramische Rohstoffe wie Spezialtone, Klebsande, Kaoline, Bentonite, Quarzsande, Quarzite und Feldspäte. Rohstoffabbau und Naturschutz sind bei der Förderung dieser Rohstoffe keine Gegensätze, vielmehr fördert der Abbau von Rohstoffen die Ansiedlung und den Schutz seltener Tier- und Pflanzenarten. Dies unterstreicht die heute geschlossene Vereinbarung“, sagte Walter Steiner, Vorsitzender des Bundesverband Keramische Rohstoffe e.V.“



In der neuen Vereinbarung sind zusätzlich zu den Amphibien Kammmolch, Gelbbauchunke und Laubfrosch weitere FFH-Arten wie insbesondere Kreuzkröte und Geburtshelferkröte sowie die europäischen Vogelarten Uhu, Braunkehlchen, Schwarzkehlchen, Wiesenpieper und Flussregenpfeifer aufgenommen worden. Diese Tiere profitieren vielfach unmittelbar vom Abbau, weil hier Sekundärbiotope entstehen: offene, spärlich bewachsenen Flächen und kleine Wasserstellen sowie Felsklüfte. Anderswo sind Lebensräume wie diese kaum noch zu finden. Solche Abbauflächen wurden deshalb auch in das europäische Schutzgebietsnetz Natura 2000 aufgenommen. Die Rahmenvereinbarung umfasst Abbauflächen innerhalb und außerhalb von Natura 2000. Sie sieht vor, dass für die geschützten Arten zum Beispiel kleine Wasserflächen geschaffen und erhalten werden. Falls erforderlich werden auch Umsiedlungen vorgenommen.

Frühzeitige gegenseitige Information zwischen den Firmen und der oberen Naturschutzbehörde ist für die Zusammenarbeit entscheidend. „Es finden immer wieder intensive Gespräche statt und diese erleichtern die Arbeit der Naturschutzbehörden ebenso wie die Abbautätigkeit“, sagte Conrad. Die im Land abgebauten Rohstoffe werden überwiegend in der Baustoffindustrie (fast 85 Prozent) sowie in der chemischen und der Glas-Industrie, in der Medizintechnik, der Lebensmittel- und Düngemittelindustrie, der Keramik, Feuerfestindustrie und im Absatzmarkt Umwelttechnologie eingesetzt. Knapp 2000 Beschäftigte arbeiten in 268 kleinen und mittelständischen Unternehmen. Die Rahmenvereinbarung ist offen für alle BKR Mitgliedsunternehmen.

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Betreuung durch den BKR
Europäischer Rohstofftag vom 15.-17. Mai 2009
Pressemitteilung / 7. Mai 2009

Der Europäische Rohstofftag findet vom 15.-17. Mai 2009 statt und stellt die Rohstoffindustrie der Öffentlichkeit mit verschiedenen Aktivitäten in Tagebauen und Steinbrüchen in ganz Europa vor. In unserer Region betreut der BKR diesen Tag.



Mineralische Rohstoffe spielen eine wichtige Rolle in unserem Leben, 70% der EU-Produktion hängt von geförderten heimischen mineralischen Rohstoffen ab, wie auch einige wichtige Beispiele zeigen: Farbe und Papier bestehen bis zu 50% aus Mineralen wie Kaolin, Kalciumkarbonat, Kieselsäure, Ton, Talkum, Bentonit und Glimmer, Keramik und Glas bestehen zu 100% aus keramischen Rohstoffen und Industriemineralen (Feldspat, Wollastonit, Ton, Kaolin, Talkum, Kieselsäure, Borat und Dolomit), ein Einfamilienhaus besteht bis zu 150 Tonnen und ein Auto bis zu 150 kg aus mineralischen Rohstoffen.

In ganz Europa werden Tage der offenen Tür in Steinbrüchen, Anlagen- und geologische Führungen sowie Schul- und Naturschutz-Projekte durchgeführt und vorgestellt. Ein besonderer Schwerpunkt kommt dabei dem Schutz der Biodiversität zu, wobei die Besucher die einzigartige biologische Vielfalt in renaturierten Steinbrüchen und Gruben, Lebensräume für seltene Pflanzen- und Tierarten, erleben können. Die zentrale Auftaktveranstaltung findet am 14. Mai 2009 in der Tschechischen Republik, im Einklang mit der sechsmonatigen Tschechien EU-Ratspräsidentschaft, statt.



Die Europäische Kommission unterstützt den Europäischen Rohstofftag voll und ganz mit Vize-Präsident Günter Verheugen, Kommissar für Unternehmen und Industrie, der sagt: "Die Europäische Rohstofftag 2009 ist eine ausgezeichnete Art und Weise die europäischen Bürger zu informieren, zu erziehen und zu begeistern hinsichtlich der Bedeutung der mineralischen Rohstoffe, die für so viele alltägliche Produkte unverzichtbar sind. Der Sektor ist von entscheidender Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit Europas, und sein Erfolg basiert auf soliden Prinzipien der Nachhaltigkeit und Innovation.

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Leitfaden und neue Webseite
Fachkräfteinitiative ins Leben gerufen
Pressemitteilung / 3. Mai 2009

Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten darf eine nachhaltig ausgerichtete Personalpolitik nicht vernachlässigt werden. Daher hat der BBS eine Fachkräfteinitiative ins Leben gerufen. In zehn Jahren wird die Zahl der Schulabgänger um 20 Prozent schrumpfen. Somit müssen sich die Unternehmen auf einen zunehmenden Wettbewerb um Fachkräfte einstellen, Bereits heute führten allein 50.000 unbesetzte Ingenieurstellen über alle Branchen hinweg zu einem gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfungsverlust von 5 Milliarden Euro pro Jahr.

Um qualifiziertes Personal langfristig zu binden, sei den Unternehmen der Baustoff-, Steine-und-Erden-Industrie angeraten, „demographiefest“ zu werden. Dies beinhaltet die fortlaufende Analyse der betrieblichen Altersstruktur, die Stärkung der betrieblichen Ausbildung sowie den effizienten Einsatz des vorhandenen Personals. Um die Betriebe hierbei zu unterstützen, hat der BBS einen Fachkräfteleitfaden http://www.bvbaustoffe.de/webseite/download/Fachkraefteleitfaden.pdf für Unternehmer erstellt. Zudem wurde für interessierte Schulabgänger und Betriebe die neue Webseite www.BauDeineZukunft.com frei geschaltet, die über baustoffbezogene Ausbildungsberufe und Studiengänge informiert und hilft, mit allen relevanten Institutionen Kontakte zu knüpfen. Mit der Fachkräfteinitiative werde der BBS die Baustoffindustrie auch im Bereich der Aus- und Weiterbildung bekannter machen und zu einer nachhaltigen Personalentwicklung beitragen.

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