| Bergbau - Rekultivierung |
Artenschutz und Tonabbau
Info-Schrift 1/2005 "Die TonLeiter"
der Arbeitsgemeinschaft Westerwald-Ton
Der Abbau von Ton ist trotz der Störung von Landschaft und Natur letztendlich die Ursache für die Entstehung einer Vielzahl von natürlichen Lebensgemeinschaften, von Biotopen der unterschiedlichsten Art. Rekultivierung und Renaturierung von Flächen nach Bergbau lassen Feuchtgebiete, Teiche, Laubmischwälder, naturnahe Wasserläufe, Sukzessionsflächen und vieles mehr entstehen. Sie werden auf Dauer zum Ausgleich für die beim Abbau zeitweise entstehenden Beeinträchtigungen des Naturhaushaltes und der Landschaft angelegt.
Meist unerwähnt bleiben aber Biotope, die während der bergbaulichen Tätigkeit entstehen und trotz ihrer begrenzten Lebensdauer eine bedeutende Funktion im natürlichen Lebenskreislauf haben. Es ist die Vielzahl dieser temporären Biotope - von Biotopen auf Zeit -die für das Überleben eines Teils der Fauna wie Flora auch im Westerwald verantwortlich ist.
Von höchster Bedeutung ist das Wasserangebot aus Rinnsalen, Gräben, Tümpeln, Pumpensümpfen oder Absetzteichen, die durch die Entwässerung der Tagebaue entstehen. Mit dem Abbaufortschritt entstehen diese Gewässer immer wieder neu und sind Grund für die Entwicklung temporärer Biotope - von Lebensräume auf Zeit - einer speziellen Fauna und Flora.
Vorkommen des Rohrkolben sind häufig, ebenso des Gemeinen Froschlöffels oder der Flatterbinse. Gelbbauchunke, Teichmolch und Frösche vermehren sich stark unter den optimalen Lebensbedingungen. Eine seltene Vogelart hat sich ausgerechnet Tontagebaue als Brutgebiet ausgesucht: der Regenpfeifer. Eine Mehrzahl von Libellenarten lebt in einem Tontagebau - bis zu 21 verschiedene Arten wurden gezählt, dazu 19 brütende Vogelarten, 11 Amphibienarten usw., usw.. Auch die Vernetzungsfunktion der temporären Biotope ist bedeutsam: sie stellen wichtige Brücken zwischen den Biotopen dar, sie sind „Trittsteine" und "Wanderwege" für Tiere und Pflanzen. Sie dienen dem weiträumigen Artenaustausch. FFH und Natura 2000 lassen grüßen.
![]() |
Vorbild auch für den Westerwald: In einem Kaolintagebau auf der Grenze Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen wurde in enger Kooperation zwischen dem Abbauunternehmen, dem Landkreis und der Bezirksregierung das NaturSchutzGebiet „Kaolingrube... " einvernehmlich ausgewiesen. Die Tagebaufläche ist zusätzlich als europäisches FFH-Schutzgebiet entsprechend NATURA 2000 gemeldet. |
Unberührt von den Verboten (zum Naturschutz) bleiben vor allem der Kaolinabbau und die Rekultivierung". Hier leben unter anderem:
20.000
Quadratmeter Ackerland an die Landwirtschaft zurückgegeben
TS / 8. Oktober 2004
Im Zuge der Erdaushubverfüllung der Grubenmulde der weitgehend ausgebeuteten Tongrube Lantershofen konnten die Kettiger Thonwerke in Lantershofen jetzt wieder einen weiteren Rekultivierungsabschnitt mit ca. 20.000 Quadratmetern (2 Hektar) für landwirtschaftliche Zwecke herrichten. Der Rekultivierungsplan der Grube sieht unterschiedliche Nutzungen insbesondere für Zwecke der Landwirtschaft, der Forstwirtschaft und des Naturschutzes vor. Die letzte Schicht Erde wurde 2002 eingebaut und die Oberfläche jetzt mit Mutterboden vorwiegend aus dem laufenden Abraumbetrieb der Tongrube Ringen verbessert.

In den 70er und 80er Jahren wurden bereits ca. 5 Hektar der Forstwirtschaft zugeführt und 9 Hektar Sukzessionsflächen zur natürlichen Entwicklung angelegt, die später durch die Bezirksregierung Koblenz als als Naturschutzgebiet ausgewiesen wurden.
Nachdem in der verbliebenen Grubenmulde in den letzten Jahren Füllmaterialien wie Erdaushub aus Kellerausschachtungen oder Aushub aus dem öffentlichen Kanal- und Straßenbau Verwendung zur Füllung des Tagebaus gefunden hatten, wurde jetzt die endgültige Fertigstellung einer größeren Fläche bei Ringen im nördlichen Grubenbereich möglich. Durch Aufbringung von Mutterboden und anschließender mechanischer Bearbeitung mit Lockerungsgeräten konnte die ehemalige Tongrubenfläche wieder in den ursprünglichen Zustand mit landwirtschaftlicher Nutzung zurückgeführt werden.

Die Bereitstellung weiterer abgrenzender Sukzessions- und Böschungsflächen für natürliche Entwicklungen im Sinne einer Vernetzung mit dem bestehenden Naturschutzgebiet begleiteten die Rekultivierungsmaßnahme. Je nach Entwicklung der Anlieferungsmengen aus der Bauwirtschaft werden in den nächsten Jahren weitere Flächen rekultiviert und der Landwirtschaft zurückgegeben werden können.
![]() Partner bei der Rekultivierung ist der Agrarservice Althausen aus Odendorf, der vor Jahren auch die 5-Hektar-Rekultivierung an der Ringener Grube durchgeführt hat. |
![]() Fertig bearbeitetes Feld, im Hintergrund sieht man die zum Ort Ringen abgrenzenden Baumbepflanzungen und Sukzessionsflächen zur natürlichen Entwicklung. |
Für die jetzt fertiggestellten Fläche ist für den Herbst die erste Einsaat vorgesehen. Ob noch weitere Bodenverbesserungen wie Tiefenlockerung und Aufbringung von Humus zweckmäßig sind, werden entsprechenden Beprobungen und die Ergebnisse der ersten Nutzungsperiode ergeben.
Artenschutzprojekt
„Auenamphibien"
Info-Schrift
"Die TonLeiter" der Arbeitsgemeinschaft Westerwald-Ton
Seit Beginn der 90er Jahre engagiert sich der Westerwälder Tonbergbau gemeinsam mit Kommunen und Behörden in diesem Artenschutzprojekt, auch bekannt als Schutzprojekt „Laubfrosch im Westerwald". Der sehr selten gewordene Baumfrosch zeigt in Rheinland-Pfalz einen katastrophalen Bestandsrückgang und kommt nur noch an wenigen Stellen in der Rheinebene und in den Tongruben des Westerwaldes vor.
![]() Ein Angebot an den Laubfrosch: die Natur übenimmt einen Teich im ehemaligen Tontagebau bei Moschheim. |
![]() Die starke Natur holt sich ihre Lebensräume zurück. |
Ausgehend von dem gemeinsamen Wunsche, die Westerwälder Bestände des vom Aussterben bedrohten Kletterfroschs zu erhalten und wenn möglich zu vermehren, fand sich die obige Gemeinschaft auf freiwilliger Basis unter der Federführung der SGD Nord, Koblenz zusammen.
Der Tonbergbau unter Führung des Bundesverbandes Keramische Rohstoffe (BKR) legte seither Dutzende von kleinen und größeren „Laubfroschteichen" an entsprechend den Vorgaben des Artenschutzbeauftragten Elmar Schmidt.
Flache und sonnige Uferzonen müssen die zukünftigen Laubfroschteiche haben. Sehr wichtig: kein Fischbesatz - die Eier des Laubfroschs sind leichte Beute!Die Liste des Jahres 2003 der Laubfrosch-Vorkommen in aktiven Tongruben des Westerwaldes zeigt eine stabile Aufwärtsentwicklung: in gut 20 Tontagebauen wurde der „Wetterfrosch" nachgewiesen!
Die Lebensräume in den Tongruben dienen nicht nur dem direkten Erhalt und der Vermehrung der Art an ihren jetzigen Standorten, sondern geben dem Frosch die Möglichkeit sich wieder auszubreiten und andere Flächen, in denen er ausgestorben ist, wieder zu besiedeln.
Dieses gemeinsame Artenschutzprojekt ist ein Vorbild für weitere Umweltarbeit. Die Besonderheit: alles geschieht freiwillig!
Tontagebaue:
Neue Heimat für Pioniere der Fauna und Flora
Auszug aus: Umweltbericht 2002, WBB Fuchs
![]() Pflanzen des Froschlöffels in ihren Lebensraum Tontagebau. |
Für die meisten Einwohner unserer Region, die im übrigen ausnahmslos Verbraucher und Nutzer von Produkten aus mineralischen Rohstoffen sind, ist ein Tagebau lebloses Land. Sicherlich wird die Landoberfläche eines Abbaufeldes bei der Rohstoffgewinnung beseitigt, samt den hier vorhandenen Lebensräumen. Fast ausschließlich handelt es sich hierbei um Lebensräume unserer Kulturlandschaft - beeinflusst und stark verändert im Verlaufe von Jahrhunderten durch die Tätigkeit des Menschen.Verloren gegangen sind bei der Gestaltung der Kulturlandschaft die meisten der „nutzlosen“ Landschaftsteile - Flächen, die nur der Natur zur Verfügung standen. Besonders die Pionierflächen für die Neubesiedlung durch spezielle Arten der Fauna und Flora gingen verloren. Mit diesen Lebensräumen verschwanden auch die Arten. |
Ton- und Kaolintagebaue, wie alle Betriebsstätten zur Gewinnung mineralischer Rohstoffe, sind in unserer Kulturlandschaft Rückzugsgebiete für viele Arten, die auf den „Roten Listen“ verzeichnet sind. Die Abbautätigkeit stellt ihnen immer wieder Rohböden - Pionierflächen - bereit, die von den Pionier-Pflanzen- und -Tiergesellschaften besiedelt werden. Besonders zu erwähnen ist hier das dauernde Angebot unterschiedlich großer Wasserflächen in Tontagebauen. Sie reichen vom Tümpel, der nur temporär wasserführend ist, bis zu den großen, ganzjährig wasserführenden Absetzteichen.
![]() Ein Hirschkäfer in seiner neuen Heimat, einem ehemaligen Tontagebau. |
![]() Wie beim Laubfrosch hängt das Überleben der Gelbbauchunke häufig vom Wasserangebot in Ton- und Kaolintagebauen ab. |
Viele Arte leben hier: wer kennt den seltenen Regenpfeifer - er nistet auf Tonflächen; wer sah zuletzt den großblütigen Fingerhut; wann wurde der letzte Neuntöter gesichtet; wer weiß, dass im Tontagebau bis zu 19 Libellenarten leben? Haben Sie schon mal einen Hirschkäfer gesehen?
Verfasser (61) sah vor kurzem einen ersten dieser Käferriesen in der Rekultivierung eines Tagebaus. Frösche, Molche, Salamander, Unken (u.a. die geschützte Gelbbauchunke), aber auch Rohrkolben, Blut-Weiderich, Natternkopf, Froschlöffel (Abb. 2) und viele weitere Arten mehr können genannt werden. Sie zählen alle zum Lebensraum Tontagebau. Aus ersten, seltenen „Besuchern“ oder auch „Kundschaftern“ der Arten im Tagebau werden häufig „Gäste“, denen der Lebensraum so gut gefällt, dass sie zu „Siedlern“ werden. Zu den bekannten Siedlern im Tagebau zählt auch ein Frosch, den jeder kennt, den aber kaum jemand zu Gesicht bekommen hat: der einzige Baumfrosch unserer Regionen, der Laubfrosch.
Viele Laubfrösche haben die Kultivierung unserer Landschaft bekanntermaßen nicht überlebt. Allenthalben wurden ihre Lebensräume zerstört und in Nutzflächen umgewandelt. Die einzigen Baumfrösche Deutschland brauchen spezielle Biotope zum überleben. Flache Stillgewässer mit Sonneneinstrahlung – aber bitte ohne jeden Fischbesatz. Den Fischen schmecken die Froscheier zu gut; sie sind Fressfeinde des Laubfroschs.
![]() Laubfrosch. |
Überlebt haben nennenswerte Bestände des Laubfroschs in Rheinland-Pfalz nur in Altarmen des Oberrheins und in den Tontagebauen des Westerwaldes. Im bekannten Artenschutzprojekt „Auenamphibien“, auch Schutzprojekt „Laubfrosch“ genannt, arbeitet die Westerwälder Tonindustrie, darunter WBB Fuchs, erfolgreich mit den Behörden zusammen, um dem Laubfrosch ein Überleben zu ermöglichen und die Ausbreitung zu unterstützen. Die Zusammenarbeit findet auf freiwilliger Basis statt und trägt zwischenzeitlich gute „Früchte“: Immer mehr laubfroschtypische Wasserflächen und Tümpel werden dem Baumfrosch bereit gestellt – so zuletzt auf dem Gebiet des rekultivierten WBB Fuchs Tagebaus Straubinger bei Moschheim. |
Immer häufiger wird der Laubfrosch, seine Population wächst und gedeiht - im Bereich der Tontagebaue !!! Das Artenschutzprojekt, das seit Anfang der 90er Jahre existiert, hat zur Rettung des Laubfroschs in Rheinland-Pfalz ganz wesentlich beigetragen - ganz ohne staatliche Reglementierung.In vertrauensvoller Kooperation zwischen WBB Fuchs und den Behörden wird auch der seltene Lebensraum langfristig erhalten, der im Kaolintagebau Oedingen bei Oberwinter entstanden ist. Die Rohböden, die bei der Abbautätigkeit entstanden und immer noch entstehen, waren und sind der entscheidende Anziehungspunkt für eine Vielzahl seltener Tiere und Pflanzen. Es muss hervorgehoben werden: die seltenen Arten sind nach Beginn der Abbautätigkeit peu a` peu in den aktiven Tagebau Oedingen eingewandert.
Mit dem Ziel Artenschutz zu betreiben, aber gleichzeitig auch die Rohstoffe im Tagebau gewinnen zu können, arbeitet WBB Fuchs eng mit der zuständigen Unteren Naturschutzbehörde zusammen. Im Gefolge dieser Zusammenarbeit erstellte WBB Fuchs die planerischen Voraussetzungen, um gemeinsam mit der Naturschutzbehörde den Tagebau Oedingen als Kernzone eines zukünftigen Naturschutzgebietes NSG „Kaolingrube Oedingen“ aus „der Taufe“ zu heben.
Hier werden integriert:
Zu den seltenen Arten im Tagebau Oedingen zählen:
Es zeigt sich ganz deutlich: Rohstoffgewinnung und Naturschutz sind kein Gegensatz. Sie ergänzen sich zum Wohle der Natur ... wenn guter Wille vorhanden ist !!!
Tontagebau
Neuwiese verschwunden
Info-Schrift "Die TonLeiter", Arbeitsgemeinschaft Westerwald-Ton
Der Tontagebau Neuwiese, gelegen an der alten Straße zwischen Moschheim und Niederahr, wurde 1990 von der Fa. A.J. Müller eröffnet, um hier die hochwertigen, keramischen Tone zu gewinnen. Bei einer Gesamtfläche von 2,5 ha verblieben nach Abzug von Sicherheitspfeilern und Lärmschutzwall lediglich 1,6 ha für den Abbau.
![]() Teichanlage nach Tonabbau und Rekultivierung im Tagebau Neuwiese. Ortsrandnah wurde mit der Tongewinnung begonnen und abschnittsweise die ausgetonten Teile wieder verfüllt. |
Abschnitt für Abschnitt folgte die Herrichtung für die Nachnutzung - die Rekultivierung - der Tongewinnung und der Verfüllung. Ende 2000 war das Tonvorkommen erschöpft - der Abbau wurde beendet. |
Auf Wunsch der Ortsgemeinde
Moschheim und des dortigen Angelsportvereins wurde der Rekultivierungsplan für
den Tagebau Neuwiese mit Zustimmung der Fachbehörden geändert: in
der Mitte des verfüllten, ehemaligen Tagebaus errichtete A. J. Müller
eine moderne Teichanlage, die zwischenzeitlich an den bestehenden Angelteich
des ASV Moschheim angebunden wurde. Die
gute Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Firma wird von Vertretern des Ortes
hervorgehoben.
Lieblich
II: ein Tontagebau verschwindet
Dr. Uwe Ladnorg, WBB Fuchs GmbH & Co KG
Der älteste, große Tontagebau des Westerwaldes ist der Tagebau Lieblich, gelegen zwischen Siershahn und Mogendorf. Er wurde 1896 von der Fa. WBB Fuchs eröffnet und ist - mit Unterbrechungen - bis heute aktiv.
![]() Der alte Tagebau Lieblich. Ursprünglich angelegt westlich der Eisenbahnlinie Siershahn - Selters, erweiterte die Firma später den Tagebau durch die Anlegung eines Untertagebetriebs, der bis in die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts über den Zentralschacht Berthil hochwertige Siershahner Tone zu Tage förderte. |
![]() Gewerbegebiet auf ehemaliger Abbaufläche. Die Flächengröße dieses Gewerbestandortes beträgt rund 7 ha. Energieversorgung, Wasserver- und Wasserentsorgung, ebenso wie Erschließungsstraßen wurden für Teilflächen eingerichtet. Zwischenzeitlich haben sich mehrere Firmen neu auf der Gewerbefläche nach Rohstoffgewinnung angesiedelt Nichts mehr erinnert an den ehemaligen Tonbergbau: außer dem Namen „In der Lieblich“. |
Mit dem Erwerb der Tagebaue Unner-Erdwall (Didier) und Unner-Wald (Keramchemie) in den 90er Jahren durch Fuchs wurden diese Nachbarbetriebe mit Lieblich zu Lieblich II in einer Hand zusammengeführt. Der westliche Teil, der ursprüngliche Tagebau von 1896, war zwischenzeitlich komplett rückverfüllt worden unter Verwendung von unbedenklichen Fremdmassen, wie Abraum aus nahegelegenen Tagebauen von befreundeten Firmen. Hier richtete die Ortsgemeinde Siershahn das Gewerbegebiet In der Lieblich ein. Östlich der genannten Eisenbahnlinie wurde ortsrandnah zu Siershahn der Abbau in Absprache mit der Gemeinde vorgezogen und dieser Teil des offenen Tagebaus beschleunigt verfüllt. Hier besteht ein ursächlicher Zusammenhang mit dem Neubau einer ortsinternen Umgehungsstraße - dem sogenannten „Kannenbäckerweg“.
![]() Umgehungsstraße Kannenbäckerweg. Die neue Umgehungsstraße verläuft heute unmittelbar am Rande der ehemaligen Tagebauöffnung und entlastet den Ortskern von Siershahn im Zuge der Landesstraße L 303, Teilstück Siershahn - Helferskirchen. |
Die entscheidenden Voraussetzungen für dieses gemeindliche Straßenbauprojekt wurden in enger Abstimmung zwischen Fuchs-Ton (heute WBB Fuchs) und den kommunalen Gremien erarbeitet. In Vorbereitung dieses Projektes wurden in 1995 ca. 20.000 m² ehemaliger Abbaufläche gezielt mit Abraum verfüllt. Derart wurde die unmittelbar am Tagebaurand geplante Straßentrasse gesichert und Ausgleichsflächen geschaffen. Diese Straße war auch Voraussetzung für die Ausweisung des angrenzenden Wohnbaugebietes „Faule Äcker“. |
Hier wurde Baurecht für etwa 20 neue Bauplätze geschaffen. In der Zwischenzeit ist die Planfläche fast vollständig bebaut.
Die ausgesprochen gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Nachbarn Tontagebau und Ortsgemeinde war Anlass zu weitergehenden, gemeinsamen Planungen im Bereich des großen Tagebaus Lieblich II - schließlich muss die Gemeinde nach Abschluss der Abbau- und Rekultivierungsarbeiten auf Dauer mit dem Ergebnis leben. Änderungswünsche für den Rekultivierungsplan wurden von der Gemeinde an den Rohstoffbetrieb heran getragen und 2001 gemeinsam zwischen WBB Fuchs und der Ortsgemeinde Siershahn ausgestaltet.
![]() Der geänderte Rekultivierungsplan. |
Geeinigt hat man sich letztendlich im Sinne der Gemeinde auf folgende, geänderte Aufteilung der gesamten Betriebsfläche von 590.000 m2:
|
Die seit 1997 zügig durchgeführte Verfüllung des Tagebaus Lieblich II zeigt deutliche Fortschritte. Weite Bereiche im Südteil des Abbaufeldes (östlich der Eisenbahnlinie Siershahn – Selters), also das Gebiet des ehemaligen Tagebaus Unner-Erdwald, sind zu 60 - 80 % bereits verfüllt. Derzeit konzentrieren sich die Arbeiten auf das zentrale Gebiet und den nordöstlichen Rand. Hier wird ein Anschluß hergestellt zu der fertiggestellten Rekultivierung. Die Verfüllung schiebt sich immer weiter in den Bereich des ehemaligen Tagebaus Unnerwald vor. Der überwiegende Teil der Verfüllungsmengen ist antransportierter Erdaushub, der zur Erfüllung der Rekultivierungsvorgaben unter strenger Kontrolle einer Verwertung zugeführt wird. Zusätzlich werden weiterhin erhebliche Abraummassen aus jenem Teil des Tagebaus verfüllt, in dem noch immer Roh-stoffe gewonnen werden.Fertiggestellt wurde die Verfüllung in 2002 auf einer Fläche von 1,5 ha entlang der internen Abrollstraße. Die Fläche soll in 2003 für eine Nutzung nach Rohstoffgewinnung hergerichtet werden.
![]() Aufforstung, Rückverfüllung, Rekultivierung. |
![]() Aktive Reifenwaschanlage. |
Die schnelle Verfüllung ist ganz im Sinne der Gemeinde Siershahn und der Anrainer an den Rohstoffbetrieb: je schneller die Verfüllung stattfindet, um so eher ist sie beendet - und damit alle Widrigkeiten.
Wo allerdings derart konzentriert Tagebaurückverfüllung stattfindet, entsteht Maschinenlärm.
Auf die Wege fallendes Erdmaterial wird durch häufiges Befahren zermahlen und von den Lastkraftwagen als Staub aufgewirbelt. Lärm und Staub - einmal entstanden - breiten sich unkontrollierbar aus. Beide werden von der Windrichtung beeinflusst - sie „gehen“ mit dem Wind - und sind die wesentlichen Gründe für Probleme zwischen Nachbarn.
So auch im Falle des Tagebaus Lieblich II, der an die Ortslage von Siershahn angrenzt. Hier hat sich WBB Fuchs in den vergangenen Jahren zur Lösung der Probleme eine ganze Reihe von Maßnahmen einfallen lassen und eingeführt:
Sprinklerstrecke für Staubbindung. Sparsamer Umgang mit Lagerstätten heißt in erster Linie Sorgfalt während des Abbaus, um die Verluste an Rohstoff zu minimieren. Sparsamer Umgang bedeutet aber auch die vollständige Nutzung einer Lagerstätte - also Nutzung auch solcher Teilbereiche, die früher durch Tongewinnung im Tiefbau intensiv gestört und durchwühlt wurden. |
Während im Südteil des aktiven Abbaufeldes rückverfüllt wird, findet im Nordteil weiterhin Tonabbau statt. Der Abbau hier ist ein Dokument des sparsamen Umgangs mit den Rohstoffvorräten. Auch die Tonlagerstätte der Lieblich II, wie alle Vorkommen mineralischer Rohstoffe, ist endlich. Daher hat der sparsame Umgang mit den Rohstoffen auch im Sinne eines verantwortlichen Umgangs mit der Umwelt und ihren Resourcen absoluten Vorrang. Hierbei dokumentiert sich auch eine Facette der aktiven Rohstoffsicherung. |
Es ergeben sich dadurch höhere Kosten und bergbauliche Sonderprobleme beim Abbau der Restlagerstätte im Tagebau, die im Sinne des sparsamen Umgangs mit der Lagerstätte akzeptiert werden müssen. Akzeptiert werden muss auch die Tatsache, dass die „alten Bergleute“ die besonders wertvollen Rohstoffsorten längst abgebaut haben. Im Tagebau Lieblich II wird derzeit der Bereich der ehemaligen Tiefbaue Schacht 6 und Zentralschacht Berthil abgebaut. Der Bergmann nennt das Restausbeute.
Zu den oben genannten bergbaulichen Sonderproblemen zählt hier die sorgfältige - daher arbeitsintensive - Beseitigung der Hinterlassenschaften der alten Bergleute in der Lagerstätte. Hier sind zu nennen: viel Holz der Stollenverstrebung aus alten, eingebrochenen Abbaustrecken und viele Tonnen von Betonsteinen der Schutzauskleidung aus alten Förderstrecken. Zuletzt tauchte - nicht unvermutet - die Schachtröhre des verfüllten Schachtes Berthil auf, nun freigeräumt und zeitweise freistehend
![]() Der alte Zentralschacht Berthil. |
![]() Die freistehende, verfüllte Schachtröhre des Schachtes Berthil; im tiefen Hintergrund wird immer noch Ton abgebaut - aber im Tagebau. |
Bis in die 70er Jahre war er der Zugang zum Tiefbau Lieblich, der im Ge-biet des heutigen Tagebaus Lieblich II und des längst verfüllten Tagebaus Lieblich I betrieben wurde. In den 80er Jahren wurde er aus Sicherheitsgründen verfüllt und die Tagesanlagen abgebrochen. Das sogenannte Schachtgerüst - das „Fördertürmchen“ - steht heute am Keramik-Museum in Höhr-Grenzhausen. Der Tagebau Lieblich II konzentriert derzeit seine Abbautätigkeit im Gebiet der Schächte, wobei besonders die Tone interessieren, die im Schachtsicherheitspfeiler verblieben sind.
Rekultiviert
und verschwunden: Tontagebau Straubinger bei Moschheim
Dr.
Uwe Ladnorg, WBB Fuchs GmbH & Co KG, Ransbach-Baumbach, September
2001
Mit der vollständigen Rekultivierung des Abbaubetriebs Straubinger bei Moschheim/Westerwaldkreis wurde im Westerwälder Ton-Revier erstmals ein großer Tontagebau nach modernem Rekultivierungplan entsprechend Bundesberggesetz für eine Nutzung nach Rohstoffgewinnung hergerichtet. Hier wurde in 23 Jahren Umweltarbeit eine Betriebsfläche von rund 30 Hektar abschnittsweise kontrolliert rückverfüllt und ebenso abschnittsweise rekultiviert.
![]() Einblick in den Tontagebau Straubinger Mitte der 50er Jahre. Im Hintergrund die Ortschaft Moschheim und die Landmarke des unteren Westerwaldes, der Malberg. |
Im Rahmen von Abschlußbesichtigungen mit Vertretern der verantwortlichen Behörden/Kommunen wurde am 21. Juni 2001/ 6. September 2001 die Rekultivierung des Tagebaus Straubinger nach zeitlich begrenzter Rohstoffgewinnung überprüft und für gut befunden. Bei dieser großflächigen Rekultivierung hat sich der Wert und die Notwendigkeit des bergbaulichen Rahmenbetriebsplans mit integriertem Rekultivierungsplan erwiesen. Er diente den direkt Beteiligten an der Ausgestaltung für viele Jahre als wertvolle Leitlinie und Zielvorgabe. |
Während eines Zeitraums von 23 Jahren wurde ein großer Erfahrungsschatz gesammelt und der Rekultivierungsplan mit Leben gefüllt. Firma und Behörden reagierten in dieser langen Zeitspanne flexibel und mit Augenmaß auf neue Erkenntnisse oder Notwendigkeiten des Umfeldes. Mit einer Betriebsfläche von rund 300 000 m² zählte der Tagebau Straubinger zu den großen Ton-Abbaubetrieben des Westerwaldes. Weithin sichtbar in einem Hang gelegen, angrenzend an die Ortschaft Moschheim, wurden hier zwischen 1917 und 1989 mehr als 2,5 Mio. to Ton gefördert. Bereits Mitte der 70er Jahre war der Ostteil der Lagerstätte erschöpft. Der Abbau konzentrierte sich folglich auf den westlichen Teil der Lagerstätte, während im Ostteil die Rückverfüllung ausgetonter Flächen und damit die Herrichtung für eine Nutzung nach Bergbau begann. Hierfür wurde Abraummaterial aus den westlichen Erweiterungsabschnitten der Grube Straubinger und aus dem nahegelegenen Tagebau Petschmorgen verwendet. Im Jahr 1977 war eine erste Teilfläche von 15.000 m² auf ursprüngliche Geländehöhe aufgefüllt und für eine forstliche Rekultivierung vorbereitet (Abb. 4). Hier handelte es sich, wie bei den späteren Aufforstungsabschnitten, um Erstaufforstung, da die Flächen vor dem Abbau landwirtschaftlich genutzt wurden.
![]() Maschineller Tonabbau Mitte der 70 Jahre |
Im Rahmen eines langfristig angelegten Aufforstungsversuchs erfolgte die Bepflanzung einer ersten Teilfläche mit Balsampappel und Winterlinde. Ziel dieses Großversuches, der bis heute andauert und in die Zukunft hinein fortgesetzt wird, war und ist die Ermittlung der optimalen Kombination von Laubhölzern in der Rekultivierung von inhomogenen Aufschüttungsflächen des Tonbergbaus. |
Hier ist der Wachstumserfolg der Baumarten unter diesen besonderen Bedingungen das entscheidende Kriterium. In den folgenden Jahren wurden im Rahmen eines sogenannten Forstanschlußvertrages zwischen Fuchs-Ton (heute WBB Fuchs) und dem Forstamt Montabaur, betreut durch das Forstrevier Malberg, in den weiteren Aufforstungsabschnitten unterschiedliche Kombinationen folgender Laubhölzer aufgeforstet.1978 begann WBB Fuchs mit der forstlichen Rekultivierung:
Der naturnahe Übergang
zwischen der angrenzenden Feldflur und dem späteren Hochwald auf ehemaliger
Bergbaufläche wurde mit besonderer Sorgfalt gestaltet:
eine Randbepflanzung in einem Streifen von 10 m, später von 25 m Breite,
mit Sträuchern und Baumarten 2. Ordnung und 3. Ordnung wie Traubenkirsche,
Haselnuß, Heckenrose, Eberesche oder Feldahorn bietet heute einer Vielzahl
von Tieren eine neue Heimat. Ganz ähnlich wurden die Waldinnenränder
zu den Forstwirtschaftswegen - ehemaligen Abraumtransportwegen - bepflanzt.Zur
Bereicherung des Naturhaushaltes wurden innerhalb der Rekultivierung gezielt
begrenzte Flächen hergerichtet als Basis für die Entwicklung spezieller
Biotope:
![]() Der weitoffene Tagebau Straubinger Ende der 70er Jahre. |
Der aufgelockerte Laubmischwald als Haupt-Biotop dieser Rekultivierung ist ebenfalls eine positive Ergänzung des Naturhaushaltes. Feldhuhn und Fasan, Hase und Reh und viele Tierarten mehr - so auch der Neuntöter - haben die Straubinger-Rekultivierung als Lebens- oder Nahrungsgebiet angenommen. Für Bussard und Falke ist sie Jagdrevier. Sie übernehmen auch von den aufgestellten Ansitzstangen aus die natürliche Mäusebekämpfung. |
Für WBB Fuchs trägt die Rekultivierung mannigfaltige Früchte:
Die Erstaufforstung von weiten Teilen des ehemaligen Tontagebaus STRAUBINGER wirkt aber auch weit über die unmittelbare Umgebung hinaus:
Alles in allem wurde im Verlauf von mehr als zwei Jahrzehnten auf insgesamt rd. 16 ha ehemaliger Rohstoffgewinnungsfläche Straubinger ein Laubmischwald aus mehr als 80.000 Bäumen 1. Ordnung gepflanzt - ergänzt durch mehr als 10.000 Bäume 2./3. Ordnung und Sträucher sowie Büsche als Waldrandbepflanzung.
Heute haben die Pflänzchen aus dem Jahre 1978 die beachtliche Höhe von maximal 18 m und Stammdurchmesser von mehr als 40 cm erreicht - der Tagebau Straubinger ist rekultiviert und nach zeitlich begrenzter Abbaunutzung verschwunden. Gleichzeitig ist zu registrieren, daß die natürliche Verjüngung des Waldes auf ehemaliger Tontagebaufläche bereits begonnen hat. Während sich im östlichen Teil des Tagebaugeländes die beschriebene, forstliche Rekultivierung konzentrierte, überwog im westlichen Teil die Herrichtung nach Abbau für eine gewerbliche Nutzung.
![]() Der verfüllte Tagebau Straubinger Anfang der 90 Jahre. |
1986 begann die Rückverfüllung im Zentrum des ehemaligen Abbaugebietes West. Hierzu wurde nicht nur eigener Abraum, z. B. aus dem nahegelegenen WBB Fuchs-Tagebau Petschmorgen verwendet, sondern auch etwa 600 000 m³ Abraum aus fremden Tontagebauen der Umgebung, die im Zuge von Tauschvereinbarungen hier eingebaut wurden. Durch diese Kooperation wurden zusätzliche Straßentransporte und Hochhalden vermieden. |
Diese gute Verdichtung der Verfüllungsmassen erlaubte bereits 1989 den Bau einer zweiten, internen Betriebs-Zufahrtsstraße zur Mischanlage Straubinger, um die nahe Ortschaft Moschheim vom Verkehr zu entlasten. Gebaut auf ehemaligem Tongelände, entlastet sie den Ort von mehr als 1000 LKW-Bewegungen pro Monat, die zwischen den Betrieben Mischanlage Straubinger und Tagebau Petschmorgen pendeln.
![]() |
Die Gesamtbetriebsfläche Straubinger, die lt. Rahmenbetriebsplan (mit integriertem Rekultivierungsplan) insgesamt 29,6 ha umfaßt, wird zukünftig wie folgt genutzt:
Die Palette der Sorten aus dem Moschheimer Tonbecken reichte von weiß-fett bis weiß-mager und von bunt-verfärbt-fett bis -mager. |
Die Rohstoffe der Lagerstätte Straubinger: Die im Tagebau Straubinger abgebauten Tone waren repräsentativ für die weltberühmten Westerwälder Tonlagerstätten. Ihre herausragenden Eigenschaften, wie natürliche Brennfarben, Plastizität und Sinterverhalten, aber auch die Feuerfestigkeit, machten diese Tone für fast alle keramischen Anwendungsfälle tauglich. Stellvertretend sind zu nennen: die ehemals sehr bekannten „Pfeifentone“ - die 1-a-weiß-fetten Tone; der „Pfannensteinton“ - ein feuerfester Ton oder auch der Ton M 202 rot, rot-gefleckt in der Abbauwand, die ursprüngliche Grundlage der früher und auch heute noch sehr beliebten natürlichen Brennfarbe „Herbstbunt“.
Tongewinnung und Tonaufbereitung
in Straubinger:
In den 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts spielte die Straubinger
eine bedeutsame Rolle in der Entwicklung neuer Techniken und war Versuchsfeld
bei der Modernisierung des Tonbergbaus:
Die Rekultivierungsabschnitte der Aufforstung Straubinger:
Für diese Aufforstung wurden insgesamt verwendet:
Die Rolle der Forstbehörde und ihre Tätigkeitsfelder bei einer rekultivierenden Aufforstung im Tontagebau Straubinger:
Aufforstung Straubinger, Wild und Jagd: Vorhandenes, jagdbares Wild:
Jagdrevier Aufforstung Straubinger:
Gewerbegebiet auf dem Gelände des ehemaligen Tontagebaus Straubinger:
Im Zuge der langjährig geübten, exzellenten Zusammenarbeit zwischen WBB Fuchs und der Ortsgemeinde Moschheim wurde bereits in den 60er Jahren ein Gewerbegebiet auf hergerichteter Abbaufläche diskutiert. Im Rahmenbetriebsplan erfolgte dann die Ausweisung des späteren Gewerbegebietes „Churfeld“. Das im nördlichen Teil der rückverfüllten Abbaufläche geplante Gewerbegebiet wurde genehmigt. Erste Industriebetriebe haben sich zwischenzeitlich angesiedelt. Neue Arbeitsplätze werden geschaffen.
Mitte der 90er Jahre plante der Westerwaldkreis Abfallwirtschaftsbetrieb (WAB) die Erweiterung von Verwaltung und Betriebshof. In enger Zusammenarbeit zwischen WBB Fuchs, Bergbehörde, Kreisverwaltung, WAB und Ortsgemeinde Moschheim wurden im Südteil Straubinger weitere Abbauflächen für gewerbliche Nutzung hergerichtet und damit die Erweiterung der WAB am alten Standort möglich gemacht. Verwaltung und Betriebsanlagen wurden 1998 erweitert. Mehr als 150 Arbeitsplätze blieben durch die gemeinsame Anstrengung dem Ort Moschheim erhalten.
Was von WBB Fuchs bleibt auf dem Gebiet Straubinger: Nach der Vollendung der Rekultivierung des Tagebaugeländes bleibt WBB Fuchs weiterhin mit der Mischanlage Straubinger und der Zentralwerkstatt auf den gewerblich genutzten Flächen des ehemaligen Tagebaus aktiv.
Mischanlage Straubinger: Die erste moderne Ton-Mischanlage des Westerwaldes wurde seit der Errichtung Ende der 60er Jahre immer wieder auf neuen Stand gebracht. Daher entspricht sie noch immer den heutigen Anforderungen der Rohstoffaufbereitung. Hier werden die selektiv abgebauten Ton-Sorten nach labormäßigen Rezepturen zusammenführt und homogen vermischt. Es werden somit unter strenger Qualitätskontrolle industriell nutzbare Standard-Rohstoffe erzeugt als notwendige Vorstufe für die endgültige Aufbereitung, die in den Werken der Kunden bzw. in den Aufbereitungsanlagen der Fa. WBB Fuchs ausgeführt wird.
In der Zentralwerkstatt Straubinger werden sowohl elektrische wie mechanische Reparaturen durchgeführt. Von hier aus hält ein Team erfahrener Spezialisten alle Betriebsanlagen der Firma WBB Fuchs einsatzbereit.
Insgesamt werden auch zukünftig rund 20 Arbeitnehmer in den beiden WBB Fuchs Anlagen auf dem Gelände der ehemaligen Tongrube Straubinger ihren Arbeitsplatz haben.